1 · Luft → Glas
SCHOTT N-BK7, n₂ ≈ 1,51432
β ≈ 27,84°
Optik · Lernblatt
Vier Linsenformen, die Winkel α und β und die Rechnung dahinter — mit denselben Beispielen für Glas und Wasser.
Die blauen Linien zeigen den Strahlengang. Die gestrichelten grauen Linien an den Glasflächen sind die örtlichen Lote. Die vorhandenen Vektorzeichnungen bleiben beim Vergrößern scharf.
An einer Linse können zwei Brechungen auftreten: beim Eintritt aus Luft in Glas zum Lot hin, beim Austritt aus Glas in Luft vom Lot weg. Bei senkrechtem Auftreffen ändert sich die Richtung nicht. Die Rückverlängerung zum virtuellen Brennpunkt ist eine Hilfslinie, kein tatsächlich dort laufender Lichtstrahl.
Auf schmalen Bildschirmen lassen sich die Zeichnungen seitlich verschieben, damit die Beschriftung lesbar bleibt.
Die Winkel werden immer zum Lot auf die Grenzfläche gemessen. Bei einer gekrümmten Linse ist das Lot an jeder Auftreffstelle anders ausgerichtet.
Grundformel · Snelliussches Brechungsgesetz
arcsin ist die Umkehrfunktion von sin. Den Taschenrechner für diese Beispiele auf Grad / DEG stellen.
Gleicher Einfallswinkel α = 45°, Luft mit n₁ ≈ 1,000 und rotes Licht mit λ ≈ 656,3 nm. Nur das zweite Medium ändert sich.
SCHOTT N-BK7, n₂ ≈ 1,51432
β ≈ 27,84°
Wasser bei 20 °C, n₂ ≈ 1,33151
β ≈ 32,08°
Wasser lenkt den Strahl weniger zum Lot hin ab.
Für jede Linsenfläche neu rechnen. Wird das Argument von arcsin größer als 1, gibt es keinen gebrochenen Strahl: Es tritt Totalreflexion auf. Das kann beim Übergang vom optisch dichteren in das optisch dünnere Medium geschehen.
Der Brechungsindex hängt vom Material und von der Wellenlänge ab. Deshalb wird zuerst n(λ) bestimmt und anschließend in das Brechungsgesetz eingesetzt.
| Farbe | λ in nm | n Glas | β Glas | n Wasser | β Wasser |
|---|---|---|---|---|---|
| Rot | 656,3 | 1,51432 | 27,84° | 1,33151 | 32,08° |
| Gelb | 589,3 | 1,51673 | 27,79° | 1,33335 | 32,03° |
| Grün | 546,1 | 1,51872 | 27,75° | 1,33483 | 31,99° |
Glas: SCHOTT N-BK7. Wasser: IAPWS-Modell bei 20 °C und angenommener Dichte von 998,2 kg/m³. Luft wird hier mit n₁ = 1 angenähert.
λ in µm einsetzen: 656,3 nm = 0,6563 µm. Nach dem Summieren die positive Quadratwurzel nehmen.
| i | Bᵢ | Cᵢ in µm² |
|---|---|---|
| 1 | 1,03961212 | 0,006000699 |
| 2 | 0,231792344 | 0,020017914 |
| 3 | 1,01046945 | 103,560653 |
Für eine einzelne unbeschichtete Luft-Glas-Grenzfläche, unpolarisiertes Licht und α = 45° gelten ungefähr:
| Farbe | Reflektiert R | Durchgelassen T |
|---|---|---|
| Rot | 5,22 % | 94,78 % |
| Gelb | 5,26 % | 94,74 % |
| Grün | 5,29 % | 94,71 % |
Verlustfreies Modell: R + T = 100 %. Die zweite Glasfläche, Absorption und Beschichtungen sind hier nicht mitgerechnet.
Die Formel für den Brechungsindex ist materialspezifisch. Wasser verwendet das eigene IAPWS-Modell, keine Glaskoeffizienten. Die Frequenz bleibt beim Übergang gleich; im Material wird die Wellenlänge kürzer: λMaterial ≈ λ / n.
Die vollständige ursprüngliche Grafik ist in dieser HTML-Datei eingebettet. SVG und PNG lassen sich hier erneut speichern; die vorhandenen Bilddateien bleiben erhalten.
Diese Seite und ihre Zeichnungen funktionieren ohne Internet. Nur die externen Quellen benötigen eine Verbindung.